Vorstellungsgespräch – Beliebte Fragen

Business woman showing, isolatedDie erste Hürde ist geschafft, nachdem ein erfolgreiches Bewerbungsschreiben auf eine vakante Stelle beim potenziellen Arbeitgeber eingegangen ist, folgt – idealerweise – eine Einladung zu einem Vorstellungsgespräch.

Da das Thema Vorstellungsgespräch sehr umfangreich ist und es sehr viel zu beachten gibt, werden wir dieses wichtige Thema immer wieder einmal durchleuchten.

Thema dieses Beitrages sind aber die beliebten Fragen der Personalentscheider und mögliche Antworten.

Doch zunächst einmal allgemeine Tipps:

  • eine gute Vorbereitung ist alles. Was wissen Sie über die Firma, bei der Sie sich beworben haben?
  • selbstbewusst, freundlich und authentisch auftreten und antworten
  • aufrechte Sitzhaltung
  • achten Sie auf eine angemessene Kleidung, die bequem ist und in der Sie sich wohl fühlen (Kleider machen Leute) und ein gepflegtes Äußeres sind das A und O.

Hier nun 5 beliebte Fragen, mit denen Sie bei einem Vorstellungsgespräch rechnen müssen:

„Würden Sie sich bitte kurz vorstellen?“

Oder anders gefragt: „Wer sind Sie denn überhaupt?!“ Der Job-Interviewer will Sie als Menschen kennenlernen. Eine Selbstpräsentation verrät viel darüber, wie ein Bewerber sich selbst einschätzt. Und es ist ein Test Ihrer Souveränität: Sind Sie in der Lage, die wichtigsten Fakten zu ihrer Person und ihrer beruflichen Qualifikation vollständig, gut verständlich und knapp zusammenzufassen?

Legen Sie sich unbedingt etwas für diese Art offener Fragen zurecht, denn dass Sie „etwas von sich“ erzählen sollen, wird in jedem Fall auf Sie zukommen. Fangen Sie mit der beruflichen Seite an und erwähnen Sie erst später – wenn überhaupt – etwas aus Ihrem Privatleben.

„Was sind Ihre größten Stärken und Schwächen?“

Fangen Sie selbstbewusst mit Ihren Stärken an und geben Sie dafür konkrete Beispiele. Versuchen Sie ruhig, der fiesen Frage nach den Schwächen auszuweichen. Klappt das nicht, nennen sie einige harmlose negative Eigenschaften, die sich leicht bewältigen lassen, wie das Fehlen einer Fremdsprache. Mit dieser Frage will der Arbeitgeber testen, ob Sie begriffen haben, worauf es bei der ausgeschriebenen Stelle ankommt.

Was sich dabei im Kopf des Personalers abspielt: Hält der Kandidat sich für einen Alleskönner, der alle anderen Mitarbeiter in die Tasche steckt? (Dann wollen wir ihn nicht.) Oder hat er kein Selbstbewusstsein und traut sich die neue Stelle eigentlich gar nicht zu? (Dann wollen wir ihn auch nicht.) Oder kann er sich selbst, seine Arbeitsleistung und die Anforderungen des neuen Jobs realistisch einschätzen? (Dann kommt er in Frage.)

„Warum haben Sie sich ausgerechnet bei uns beworben?“

Der Arbeitgeber will mit dieser Frage Ihre Motivation testen. Banale Antworten sind daher tabu: „Weil ich einen Job brauche“ oder „Ich habe Ihre Anzeige gesehen und gedacht, ich könnte mich ja mal bewerben“. Vielmehr sollten Sie deutlich machen, dass Sie sich ausführlich mit dem Unternehmen beschäftigt haben, die Produkte und Neuheiten kennen, und dass Sie unbedingt dort arbeiten möchten. Beschreiben Sie Ihre bisherigen Joberfahrungen und ihre Ausbildung als Vorbereitung für genau diese Stelle.

„Warum sollten wir gerade Sie einstellen?“

Die Frage ist unterschwellig provokativ und meint zwischen den Zeilen: „Na, jetzt überzeugen Sie uns mal, dass Sie’s drauf haben!“ Lassen Sie sich nicht aus der Ruhe bringen. Bleiben Sie innerlich bei der Überzeugung, dass Sie auf die ausgeschriebene Stelle genau passen und die richtigen Fähigkeiten mitbringen.

In Ihrer Antwort sollten Sie bisher gewonnene Erfahrungen mit den Anforderungen des Jobs geschickt verknüpfen, zum Beispiel so: „Sie brauchen dieses – das habe ich in jenem Job gelernt und erfolgreich umgesetzt, indem ich dieses und jenes Projekt betreut habe.“ Sollten Sie in einem Bereich noch keine Erfahrung mitbringen, bekunden Sie ihr Interesse an einer Weiterbildung.

„Welche Hobbys haben Sie?“

Hier findet ein Milieucheck statt. Überlegen Sie sich genau, was Sie von sich preisgeben wollen. Wenn Sie „Marathon“ sagen (das kommt in der Automobilindustrie oft gut an), dann sollten Sie tatsächlich über derartige Erfahrungen verfügen. Und wenn Sie „Golf“ oder „Segeln“ angeben, um sich in einer entsprechenden Gesellschaftsschicht zu verorten, dann sollten Sie Ahnung von der Materie haben. Es kann gut sein, dass Ihnen jemand mit ähnlichen Interessen gegenüber sitzt. Der merkt schnell, wenn Sie eigentlich gar nicht mitreden können.

[Quelle: http://www.spiegel.de/karriere/berufsleben/vorstellungsgespraech-antworten-auf-fuenf-fiese-personalerfragen-a-844095.html]

Weitere beliebte Fragen – auf die Sie sich im Vorfeld vorbereiten können – könnten sein:

  • Aus welchem Grund wollen Sie Ihren derzeitigen Arbeitgeber verlassen?
  • Was wissen Sie über unser Unternehmen?
  • Was möchten Sie in drei (fünf oder zehn) Jahren erreicht haben?
  • Was würden Sie gern verdienen?

Weitere Tipps:
http://www.stepstone.de/Karriere-Bewerbungstipps/bewerbungstipps/vorstellungsgespraech.cfm